Spannung mit Seil

Wann

18.09.2027

Wo

Krugallee/Dammweg

(Plänterwald)

Kosten

75 €

Zur Anmeldung

 

kostenfrei für Mitwirkende und Ehrenamtliche von "Kinder brauchen Matsch"

Seile spannen, Grenzen verschieben, gemeinsam Lösungen finden: Niedrigseilelemente mit Seilen und Slacklines eröffnen vielfältige Möglichkeiten, Gruppen in Bewegung zu bringen und gemeinsame Erlebnisse zu schaffen. Einen Tag lang probieren wir aus, was mit wenig Material und einfachen Aufbauten alles möglich ist, von kleinen Kooperationsspielen bis hin zu Niedrigseilaufbauten, die echte Höhepunkte im Gruppenprozess schaffen können.

Dabei geht es nicht nur darum, was eine Methode kann, sondern auch darum, für wen sie funktioniert und was es braucht, damit alle dabei sein können. Wir lernen einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Seilen und Slacklines kennen und richten den Blick besonders auf Gruppen mit und ohne Beeinträchtigung. Gemeinsam erproben wir Spiele und Übungen, verändern sie und entwickeln Varianten, die unterschiedliche Fähigkeiten, Bedürfnisse und Zugänge berücksichtigen.

Im Mittelpunkt stehen einfache, materialarme Methoden, die sich direkt in die eigene pädagogische Praxis übertragen lassen. Wir schauen gemeinsam auf Barrieren und auf Möglichkeiten, diese zu verändern: Was braucht eine Übung, damit mehr Menschen teilnehmen können? Wo lohnt es sich, Regeln, Material, Aufbau oder Aufgabenstellung anzupassen? Im kollegialen Austausch und durch gemeinsames Ausprobieren nutzen wir die Erfahrungen und Ideen der Gruppe und entwickeln die Methoden Schritt für Schritt weiter.

Inhalte:

  • Knotenkunde: Palste/Bulin; Ankerstich
  • Gleichgewichts-Spiel (in 5er-Gruppen)
  • Slackline aufbauen
  • Seillauf
  • Sternentor

Seile und Slacklines sind einfache Materialien – und gleichzeitig erstaunlich vielseitige Werkzeuge für die pädagogische Arbeit mit Gruppen. Sie laden dazu ein, Gleichgewicht zu finden, Grenzen auszuprobieren, sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Dabei entstehen Situationen, in denen nicht unbedingt die oder der Schnellste weiterkommt, sondern die Gruppe gefragt ist: Wie können wir das gemeinsam schaffen?

An einem Tag im Plänterwald erkunden wir die vielfältigen Möglichkeiten von Seilen und Slacklines. Wir probieren aus, was sich mit wenig Material und einfachen Aufbauten gestalten lässt, von kurzen Kooperations- und Bewegungsspielen über Gleichgewichtsübungen bis hin zu Niedrigseilelementen, die zu echten Höhepunkten im Gruppenprozess werden können.

Dabei steht nicht nur die Methode selbst im Mittelpunkt. Wir schauen ebenso darauf, was eine Übung bei unterschiedlichen Menschen auslöst, welche Zugänge sie eröffnet und wo Barrieren entstehen können. Gerade in inklusiven Gruppen treffen unterschiedliche körperliche Voraussetzungen, Erfahrungen, Bedürfnisse und Vorstellungen von Herausforderung aufeinander. Was für die eine Person spannend und motivierend ist, kann für eine andere zu schwierig, zu schnell oder schlicht nicht zugänglich sein.

Gemeinsam erproben wir deshalb verschiedene Übungen und verändern sie immer wieder: Wir passen Regeln und Aufgabenstellungen an, verändern den Aufbau, nutzen Materialien anders oder überlegen, welche Rolle eine Person innerhalb einer Gruppe übernehmen kann. Dabei geht es nicht darum, für jede mögliche Voraussetzung eine fertige Variante bereitzuhalten. Vielmehr entwickeln wir einen Blick dafür, wie sich Methoden situativ verändern lassen, sodass möglichst viele Menschen selbstbestimmt beteiligt sein können.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit Seilen und Slacklines. Wir beschäftigen uns mit grundlegenden Knoten und einfachen Aufbauten und schauen darauf, worauf bei der Vorbereitung, beim Aufbau und bei der Durchführung geachtet werden muss. Sicherheit verstehen wir dabei nicht als Gegensatz zu Abenteuer und Herausforderung, sondern als Voraussetzung dafür, dass sich Menschen auf neue Erfahrungen einlassen können.

Wir arbeiten überwiegend praktisch: ausprobieren, beobachten, verändern, noch einmal ausprobieren. Die Erfahrungen der Teilnehmenden werden dabei selbst zum Material der Fortbildung. Gemeinsam fragen wir: Was hat funktioniert? Was hat die Gruppe gebraucht? Wo wurde es schwierig? Und was könnten wir verändern, damit aus einer guten Idee eine für unsere Gruppe passende Methode wird?

So entsteht im Laufe des Tages eine Sammlung von einfachen, materialarmen Übungen und Niedrigseilelementen, die sich unmittelbar in die eigene pädagogische Praxis übertragen lassen, in der Ferienfahrt ebenso wie in der Gruppenstunde, im offenen Angebot oder in inklusiven Bildungs- und Freizeitangeboten.

Zielgruppe:

Dozent:

Sigi Haus