Damit sich eure Kinder auf unseren Reisen wohl und sicher fühlen, ist uns ein vertrauensvoller Austausch mit euch besonders wichtig.
Bei unseren Vortreffen habt ihr die Gelegenheit, uns kennenzulernen, Fragen zu stellen, einen ersten Kontakt zu den Betreuer*innen zu knüpfen und die Gruppe kennenzulernen, mit denen sie unterwegs sein werden.
Eure Fragen, Wünsche und Anregungen sind dabei ausdrücklich willkommen. Insbesondere die Interessen und Vorstellungen der Kinder können mit dem Vortreffen in die Programmgestaltung einfließen. Sollte danach noch etwas offen oder unklar sein, meldet euch gern bei uns. Mit der ausgeteilten Reiseinfo habt ihr dann auch die Kontaktdaten des Leitungsteams.
Bei Kindern mit erhöhtem Unterstützungs- oder Betreuungsbedarf sowie bei pflegerischen Anforderungen ist uns eine besonders sorgfältige Vorbereitung wichtig. In diesen Fällen bieten wir zusätzlich ein vorbereitendes Telefonat oder – wenn es sinnvoll erscheint – einen Hausbesuch an. So können wir gemeinsam besprechen, was euer Kind benötigt, welche Erfahrungen ihr bereits gemacht habt und wie wir die Reise für alle gut gestalten können. Unser Ziel ist es, die Bedürfnisse eures Kindes bestmöglich zu berücksichtigen und euch die Sicherheit zu geben, dass wir gut auf die gemeinsame Zeit vorbereitet sind.
Manche Fragen lassen sich leicht stellen, andere nicht. Vielleicht gibt es Themen, die Scham auslösen, sehr persönlich sind oder bei denen ihr unsicher seid, ob sie für eine Reise überhaupt relevant sind. Vielleicht erscheint euch eine Herausforderung eures Kindes so groß, dass ihr Sorge habt, wie darauf reagiert wird.
Für solche Anliegen steht euch Mo (Annette Wollmann) als vertrauliche Ansprechpartnerin zur Verfügung. Sie nimmt sich Zeit für eure Fragen, hört zu und unterstützt euch dabei, gemeinsam zu überlegen, ob und wie eine Teilnahme an einer Reise gut gelingen kann.
<Gespräche mit Mo werden vertraulich behandelt. Solange ihr es nicht ausdrücklich wünscht, wird nichts an andere Teammitglieder weitergegeben. So habt ihr die Möglichkeit, sensible Themen zunächst in einem geschützten Rahmen zu besprechen.
Gerne könnt ihr euch schon vor einer Anmeldung oder Reiseentscheidung an Mo wenden. Gemeinsam könnt ihr die Situation eures Kindes besprechen und anschließend in Ruhe entscheiden, ob eine Teilnahme für euch passend ist.
Mo ist für euch unter mo@kinder-brauchen-matsch.de erreichbar!
Meldet euch einfach bei ihr. Gebt eure Telefonnummer mit an, wenn ihr telefonisch in den Austausch gehen möchtet.
Damit Kinder unsere Reisen als sicher, bereichernd und gut begleitet erleben können, legen wir großen Wert auf möglichst klare Strukturen und verlässliche Rahmenbedingungen. Wesentlich ist dabei die bewusst kleine Gruppengröße von in der Regel 12 bis 20 Teilnehmenden. Dadurch entsteht eine überschaubare, persönliche Atmosphäre, in der Beziehungen wachsen können und jedes Kind gut gesehen wird. Ergänzt wird dies durch einen hohen Betreuerschlüssel von mindestens 1:5, der eine enge und zugleich flexible Begleitung ermöglicht. Das heißt auf 5 Kinder kommt mindestens eine erwachsene Begleitperson. Für die Versorgung kommt zusätzlich immer noch jemand mit der/die sich um die Küche kümmert.
Für jedes Kind wird eine Bezugsbetreuung festgelegt. Diese hat alles Wesentliche im Blick und achtet auch auf das, was schnell im Alltagstrubel übersehen werden kann.
Ebenso wichtig ist uns die kontinuierliche Zusammenarbeit im Team. Unsere Mitarbeitenden stehen in einem täglichen fachlichen Austausch, um aktuelle Entwicklungen gemeinsam zu reflektieren und zeitnah auf Bedürfnisse, Dynamiken oder besondere Situationen reagieren zu können. So kann das Programm nicht nur zuverlässig umgesetzt, sondern auch situativ angepasst werden, im Sinne der Kinder und der jeweiligen Gruppe.
Zur fachlichen Qualitätssicherung und zur Unterstützung in herausfordernden Situationen können zusätzlich Supervisionen in Anspruch genommen werden. Diese ermöglichen eine extern begleitete Reflexion und tragen dazu bei, unsere pädagogische Arbeit kontinuierlich weiterzuentwickeln.
All diese Elemente dienen einem gemeinsamen Ziel: eine Reise zu gestalten, die sicher begleitet ist, individuelle Bedürfnisse berücksichtigt und Kindern Raum für positive Erfahrungen bietet.
Unsere Ferienfahrten sind grundsätzlich inklusiv: Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigung erleben gemeinsam Abenteuer, Natur und eine schöne Zeit als Gruppe. Dabei ist uns wichtig, dass jedes Kind mit seinen eigenen Fähigkeiten, Bedürfnissen und Besonderheiten dazugehören und seinen Platz finden kann. Gerade die Unterschiede machen die Gruppe lebendig: Die Kinder lernen, aufeinander zu achten, sich gegenseitig zu unterstützen, gemeinsam Neues auszuprobieren und dabei ganz selbstverständlich voneinander zu lernen. So entstehen Begegnungen, die Kinder vielleicht sonst nicht erleben würden, und Erfahrungen, die sie als Gruppe und jede*r für sich mit nach Hause nimmt. Kleine Gruppen, ein hoher Betreuungsschlüssel und eine gute Vorbereitung helfen uns, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder im Blick zu behalten und trotzdem vor allem eines zu sein: eine Gruppe, die gemeinsam unterwegs ist, Spaß hat und Abenteuer erlebt. Unser Ziel ist, dass jedes Kind am Ende sagen kann: Ich war dabei, ich habe etwas erlebt – und ich bin ein wichtiger Teil dieser Gruppe.
Wir bitten euch einen Unterstützungspreis zu bezahlen. Dieser liegt 10 % über dem kostendeckenden Preis. Wenn das für euch machbar ist, freuen wir uns: Denn es ermöglicht, Spielräume zu schaffen für Familien, die sie brauchen.
Warum bitten wir darum? Wir möchten, dass sich die gesellschaftliche Vielfalt in unseren Camps widerspiegelt – und dies soll nicht am Geld scheitern. Ganz wichtig dabei: Die Ermäßigung muss nicht erklärt oder legitimiert werden.
Wer um den Solidarpreis bittet, bekommt ihn auch, in der Höhe, die eine Teilnahme möglich macht. Vermittelt auch gern Familien zu uns die ohne den Solidarpreis vielleicht nicht über eine Reise mit uns nachgedacht hätten.
Für jede unserer Reisen richten wir eine Signal-Gruppe für euch Eltern ein. Sie dient dazu, dass ihr euch bereits vor der Fahrt kennenlernen, Fragen stellen und euch bei Bedarf miteinander abstimmen könnt. Während der Reise nutzen wir die Gruppe außerdem, um euch immer wieder kleine Einblicke in den Campverlauf zu geben. So könnt ihr sehen, was die Kinder erleben und womit wir uns gerade beschäftigen. Sollte sich kurzfristig etwas ändern oder eine wichtige Information weitergegeben werden müssen, ist die Signal-Gruppe außerdem der schnellste Weg, euch zu erreichen.
Bitte wundert euch nicht, wenn euer Kind auf den geteilten Bildern nicht zu sehen ist oder ihr ein oder zwei Tage keine Nachricht von uns erhaltet. Unsere Ausrichtung liegt ganz auf die Zeit mit euren Kindern. Oft sind wir so intensiv im gemeinsamen Erleben, Spielen und Entdecken, dass das Fotografieren und Berichten in den Hintergrund treten. Daher gilt für unsere Reisen ein einfacher Grundsatz: Wenn ihr nichts von uns hört, ist alles in Ordnung. Sollte es etwas Wichtiges geben, das euer Kind betrifft, werden wir selbstverständlich direkt mit euch Kontakt aufnehmen.
Signal ist kostenlos, werbefrei und Ende-zu-Ende verschlüsselt. Wir haben uns für Signal entschieden, weil es nach unserem Wissen die Messenger-App mit den besten Datenschutzstandards ist. Wenn ihr die App nach der Reise nicht mehr benötigt, könnt ihr sie selbstverständlich wieder löschen.
Falls ihr Signal noch nicht nutzt, könnt ihr die App hier herunterladen:
https://signal.org/de/download/
Während unserer Reisen machen wir Fotos, die wir euch über die Signal-Gruppe zur Verfügung stellen. Wir bitten euch, diese Bilder ausschließlich für private Zwecke zu nutzen, nicht weiterzugeben und nicht in sozialen Medien oder anderen öffentlichen Zusammenhängen zu veröffentlichen.
Solltet ihr ein Foto beispielsweise in einem Familien-Chat teilen wollen, achtet bitte darauf, dass alle Personen die auf dem Bild erkennbar sind, beziehungsweise deren Erziehungsberechtigte, damit einverstanden sind.
Für unsere eigene Öffentlichkeitsarbeit erfragen wir im Rahmen der Anmeldung euer Einverständnis, ob wir Fotos, auf denen eure Kinder zu sehen sind, für unsere Homepage, Flyer oder ähnliche Informationsmaterialien verwenden dürfen. Dabei werden grundsätzlich keine persönlichen Angaben wie Namen oder andere personenbezogene Daten veröffentlicht.
Wir bitten euch, euren Kindern kein Handy mitzugeben.
Eine Reise ist für Kinder immer auch eine soziale und emotionale Herausforderung – und zugleich eine wertvolle Gelegenheit, neue Erfahrungen zu machen. Aus unserer Erfahrung gelingt es Kindern leichter, im Moment anzukommen, neue Freundschaften zu knüpfen, sich auf die Gruppe einzulassen und gemeinsame Erlebnisse bewusst wahrzunehmen, wenn sie kein eigenes Handy dabeihaben. Gleichzeitig stärkt dies ihre Selbstständigkeit, ihr Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und ihre Fähigkeit, Herausforderungen gemeinsam mit anderen zu bewältigen.
Handys können in einer Gruppe auch trennend wirken. Sie bieten die Möglichkeit, sich zurückzuziehen, statt mit den Menschen vor Ort in Kontakt zu treten. Deshalb möchten wir einen Rahmen schaffen, in dem die gemeinsame Zeit und das Miteinander im Vordergrund stehen.
Auch Heimweh kann durch den jederzeit möglichen Kontakt nach Hause verstärkt werden. Kinder werden dadurch immer wieder an ihren vertrauten Alltag erinnert, anstatt sich auf die neue Situation einzulassen. Zudem können Heimweh und der Wunsch nach Kontakt schnell auf andere Kinder in der Gruppe übergehen. Ohne Handy fällt es vielen Kindern leichter, sich auf das Abenteuer Reise einzulassen und Sicherheit in der Gemeinschaft zu finden.
Selbstverständlich soll niemand mit seinen Gefühlen allein bleiben. Wenn Heimweh auftritt und ein Kontakt nach Hause sinnvoll erscheint, stimmen wir uns mit euch ab und finden gemeinsam einen guten Weg – beispielsweise durch ein Telefonat mit euch. Ebenso könnt ihr uns jederzeit erreichen, wenn euch etwas Wichtiges auf dem Herzen liegt.
Heimweh gehört für viele Kinder ganz selbstverständlich zu einer Reise dazu. Es zeigt, dass ihnen vertraute Menschen und Orte wichtig sind. Deshalb betrachten wir Heimweh nicht als Problem, das möglichst schnell verschwinden muss, sondern als eine normale und oft wertvolle Erfahrung, an der Kinder wachsen können.
Unsere Erfahrung zeigt, dass Heimweh meist in Wellen auftritt. Oft gibt es Momente, in denen Kinder traurig sind, ihre Familie vermissen oder sich nach dem vertrauten Alltag sehnen. Genauso häufig erleben sie kurz darauf wieder Freude, Abenteuer und Verbundenheit mit der Gruppe. Beides darf nebeneinander bestehen.
Wir begleiten Kinder mit Heimweh aufmerksam und individuell. Dabei helfen wir ihnen, ihre Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken, schenken Zeit für Gespräche und suchen gemeinsam nach Wegen, wie sie mit der Situation umgehen können. Oft helfen Nähe, Zugehörigkeit zur Gruppe, eine vertraute Bezugsperson im Team, eine gute Freundin/ein guter Freund oder das Eintauchen in ein gemeinsames Erlebnis.
Gleichzeitig trauen wir den Kindern zu, Herausforderungen zu bewältigen. Deshalb versuchen wir nicht, jedes Gefühl von Heimweh sofort aufzulösen. Viele Kinder erleben gerade dadurch, dass sie eine schwierige Situation meistern können. Die Erfahrung „Ich habe das geschafft“ stärkt ihr Selbstvertrauen oft weit über die Reise hinaus.
Sollte ein Kind längere Zeit unter Heimweh leiden oder wir den Eindruck haben, dass zusätzliche Unterstützung hilfreich wäre, nehmen wir umgehend Kontakt zu euch auf. Gemeinsam überlegen wir dann, was eurem Kind in dieser Situation guttut. Manchmal kann ein Telefonat helfen, manchmal sind andere Wege sinnvoller. Dabei orientieren wir uns nicht an festen Regeln, sondern an den Bedürfnissen des jeweiligen Kindes und den Austausch mit euch.
Unsere Erfahrung ist, dass die allermeisten Kinder auch schwierige Momente überwinden und am Ende stolz auf das sind, was sie erlebt und geschafft haben. Deshalb begegnen wir Heimweh mit Verständnis, Geduld und Zuversicht – und mit dem Vertrauen darauf, dass Kinder oft mehr können, als sie sich selbst zunächst zutrauen.
Wir versorgen uns möglichst selbst. Das bedeutet, dass wir gemeinsam kochen und dafür Feuerholz sammeln, Wasser holen, Gemüse schnippeln, den Tisch decken, abwaschen und viele weitere Aufgaben übernehmen, die zum Alltag dazugehören.
Dabei geht es nicht nur darum, Mahlzeiten zuzubereiten oder praktische Arbeiten zu erledigen. Die gemeinsame Versorgung ist ein wichtiger Bestandteil unserer Angebote. Kinder erleben, wie aus vielen kleinen Handgriffen etwas entsteht, das allen zugutekommt.
Wir versuchen deshalb, die Kinder in möglichst viele Schritte einzubeziehen. Natürlich achten wir dabei auf Alter, Fähigkeiten und individuelle Bedürfnisse.
Gleichzeitig entstehen gerade bei diesen Tätigkeiten oft besonders wertvolle Momente. Beim Schnippeln wird erzählt, beim Holzsammeln gemeinsam entdeckt, beim Kochen zusammen gelacht und beim Essen die eigene Arbeit gewürdigt. Viele Kinder erleben dabei Gemeinschaft auf eine unmittelbare und sinnvolle Weise.
In einer Zeit, in der zudem viele Abläufe des Alltags für Kinder kaum sichtbar sind, möchten wir Räume schaffen, in denen sie erleben können, wo Dinge herkommen, wie Versorgung funktioniert und was es bedeutet, Verantwortung für sich selbst und andere zu übernehmen.
Unser Ziel ist dabei nicht Perfektion oder Effizienz. Viel wichtiger ist uns, dass Kinder ausprobieren, mitgestalten und erleben dürfen: Wir können gemeinsam etwas schaffen, das für alle von Bedeutung ist.
Bei all dem kochen wir überwiegend vegetarisch. Dafür gibt es mehrere Gründe: Zum einen möchten wir einen achtsamen Umgang mit Tieren und natürlichen Ressourcen fördern. Zum anderen ermöglicht uns die vegetarische Küche, die verfügbaren Mittel sinnvoll einzusetzen und hochwertige Zutaten einzukaufen.
Gleichzeitig haben wir die Erfahrung gemacht, dass gemeinsames vegetarisches Kochen für Gruppen besonders gut geeignet ist. Die Gerichte lassen sich unkompliziert gemeinsam zubereiten, berücksichtigen viele unterschiedliche Ernährungsgewohnheiten und machen die Verpflegung für alle Beteiligten einfacher.
Nicht zuletzt möchten wir zeigen, dass eine abwechslungsreiche, ausgewogene und schmackhafte Ernährung auch mit wenig oder ganz ohne Fleisch möglich ist. Saisonales Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Getreide und Milchprodukte bieten eine große Vielfalt an Geschmäckern und ermöglichen es, neue Lebensmittel kennenzulernen und auszuprobieren.
Wenn Fleisch oder Fisch einmal auf den Teller kommen, achten wir auf einen bewussten Umgang damit und bevorzugen Produkte aus möglichst artgerechter und nachhaltiger Erzeugung.
Uns ist es wichtig, auf unseren Reisen eine möglichst gemeinschaftliche und ausgeglichene Atmosphäre zu schaffen, in der sich alle Kinder gleichermaßen zugehörig fühlen. Deshalb achten wir bewusst darauf, dass Unterschiede im Alltag nicht zu unnötigen Trennungen innerhalb der Gruppe führen.
Wir bitten euch daher, euren Kindern nur ein kleines Taschengeld von maximal 10 Euro mitzugeben. In der Regel gibt es unterwegs zumeist kaum Gelegenheit, Geld auszugeben, der Betrag dient vor allem dazu, den Kindern einen kleinen, selbstbestimmten Umgang damit zu ermöglichen.
Süßigkeiten können gern für die Anreise oder zum Teilen mit der gesamten Gruppe mitgegeben werden. So entsteht ein gemeinsames Erleben, und es wird vermieden, dass einzelne Kinder etwas für sich allein haben, während andere außen vor bleiben.
Wenn ihr euren Kindern Post schicken möchtet, sprecht dies bitte im Vorfeld beim Vortreffen gemeinsam mit den anderen Familien ab. So kann sichergestellt werden, dass keine unangenehme Situation entstehen, etwa wenn einige Kinder Post bekommen und andere nicht.
Der Schutz und das Wohlergehen der uns anvertrauten Kinder haben höchste Priorität. Wir möchten allen Teilnehmenden einen sicheren, respektvollen und fördernden Rahmen bieten, in dem sie sich frei entfalten, ausprobieren und Gemeinschaft erleben können.
Unsere pädagogische Arbeit orientiert sich an den Kinderrechten sowie an klaren fachlichen, ethischen und rechtlichen Standards. Jedes Kind wird in seiner Individualität wertgeschätzt und hat das Recht auf Schutz vor Gewalt, Grenzverletzungen, Missbrauch, Ausbeutung und Vernachlässigung. Gleichzeitig fördern wir die aktive Beteiligung der Kinder und ermutigen sie, ihre Wünsche, Bedürfnisse und Anliegen einzubringen.
Um diesem Anspruch gerecht zu werden, setzen wir auf sorgfältig ausgewählte und geschulte Mitarbeitende, regelmäßige Fortbildungen im Bereich Kinderschutz sowie verbindliche Verhaltensregeln für unser gesamtes Team. Alle Mitarbeitenden legen ein erweitertes Führungszeugnis vor und arbeiten nach klaren Standards zu Nähe, Distanz und professionellem Handeln.
Im Campalltag achten wir auf transparente Strukturen, eine verlässliche Betreuung und einen regelmäßigen fachlichen Austausch im Team. Für Kinder bestehen verschiedene Möglichkeiten, Anliegen, Wünsche oder Beschwerden zu äußern – beispielsweise im Redekreis, im Camprat oder über einen anonymen Beschwerdebriefkasten.
Sollten Hinweise auf eine mögliche Gefährdung des Kindeswohls auftreten, handeln wir nach einem festgelegten Schutzkonzept und beziehen bei Bedarf unsere Kinderschutzbeauftragte sowie externe Fachstellen ein.
Unser Kinderschutz-Konzept könnt ihr hier einsehen.
Wenn euch etwas quer liegt oder Unsicherheit bestehen, wendet euch gern direkt an Charles Seb. Böhm unter 0151-40144085. Wenn es sich um Themen handelt, die ihr beim Kinderschutz vermutet, ist Helene Kleinfeld als unsere Insofern erfahrene Fachkraft für Kinderschutz eure erste Ansprechpartnerin: kinderschutz@kinder-brauchen-matsch.de
Viele Erfahrungen, die unsere Reisen so wertvoll machen, gehören untrennbar mit einem gewissen Maß an Risiko zusammen. Unser Ziel ist deshalb nicht, jede Gefahr auszuschließen, das wäre weder möglich noch erscheint es uns sinnvoll. Stattdessen setzen wir auf einen bewussten, professionellen Umgang mit Risiken.
Wir beobachten Situationen aufmerksam, bereiten uns sorgfältig vor und treffen klare Sicherheitsvorkehrungen. So können Kinder neue Erfahrungen machen, ohne unnötigen Gefahren ausgesetzt zu sein.
Zwei Themen begegnen uns auf nahezu jeder Reise und werden daher besonders sorgfältig begleitet:
Baden und Schwimmen
Wasser übt auf viele Kinder eine große Anziehungskraft aus und gehört für viele zu den schönsten Reiseerlebnissen. Gleichzeitig wissen wir, dass von Gewässern besondere Gefahren ausgehen können. Deshalb dürfen Kinder nur dann baden, wenn eine ausdrückliche Badeerlaubnis von euch Eltern vorliegt.
Vor jeder Badesituation prüfen wir das Gewässer auf mögliche Risiken wie Strömungen, Untiefen, Wasserqualität oder Wassertemperatur und besprechen diese mit den Kindern. Während des Badens sind grundsätzlich mindestens zwei Betreuende ausschließlich für die Aufsicht zuständig. Sie beteiligen sich nicht an Spielen oder anderen Aktivitäten, damit sie die Kinder jederzeit aufmerksam im Blick behalten können. Eine Person behält die Gesamtsituation vom Ufer aus im Auge, während die andere den Badebereich direkt im Wasser begleitet und absichert.
Da wir uns viel in der Natur bewegen, gehören Zecken leider zu den Begleiterscheinungen unserer Reisen. Um gesundheitliche Risiken möglichst gering zu halten, werden die Kinder mindestens präventiv einmal täglich auf Zecken untersucht.
Wird eine Zecke entdeckt und liegt eure Zustimmung vor, entfernen wir diese fachgerecht und zeitnah. Über jeden Zeckenbiss informieren wir euch mit Angabe der betroffenen Körperstelle sowie des Datums. So können mögliche Veränderungen auch nach der Reise gut nachvollzogen werden.
Sicherheit entsteht für uns nicht durch Angst, sondern durch Aufmerksamkeit, Erfahrung und klare Absprachen. So schaffen wir einen Rahmen, in dem Kinder die Natur entdecken, Abenteuer erleben und zugleich gut geschützt unterwegs sein können.
Wir empfehlen euch, für euer Kind eine Reiserücktrittsversicherung abzuschließen.
Sollte euer Kind vor Reisebeginn krank werden oder aus einem anderen wichtigen Grund nicht teilnehmen können, bemühen wir uns, den frei gewordenen Platz neu zu besetzen. Gelingt uns dies, erstatten wir euch den Teilnahmebeitrag abzüglich eines Unkostenbeitrags von 50 € zurück.
Kann der Platz jedoch nicht neu vergeben werden, sind wir auf die Teilnahmebeiträge angewiesen, um die bereits entstandenen und fest eingeplanten Kosten für Unterkunft, Verpflegung, Personal und Programm zu decken. In diesem Fall kann es, insbesondere bei kurzfristigen Absagen, dazu kommen, dass wir den Teilnahmebeitrag nicht oder nur sehr begrenzt zurückerstatten können.
Eine Reiserücktrittsversicherung kann euch gegen dieses finanzielle Risiko absichern und übernimmt im Krankheitsfall oder bei anderen versicherten Rücktrittsgründen in der Regel die anfallenden Kosten.
Gleichzeitig möchten wir euch beruhigen: Unsere Erfahrung aus den vergangenen Jahren zeigt, dass es eher selten vorkommt, dass ein Kind krankheitsbedingt nicht an einer Reise teilnehmen kann.